Fliegen

»Es war mehr als eine Vorahnung als ich zu den Schienen blickte.«

Eine seltsame Leere erfüllt mich. Dem brennenden Schmerz und der endlosen Einsamkeit wich dem Nichts. Es kostete meine Verzweiflung und fraß mich leer. Ich will nicht mehr. Ich habe das Leben zu lange als Pflicht gesehen. Die Welt erdrückt mich. Wie so oft stehe ich auf der Mauer. Nur heute ist es keine Vorahnung mehr.
Verschwommen nehme ich einen Ruf wahr. Ich muss lächeln, wende mich nicht ab. Das Ende vom Ende beginnt und ein neuer Anfang wird kommen. Langsam breite ich meine Arme aus. Ich wollte schon immer mal fliegen. Aller Widerstand ist gebrochen. Mein Zug kommt.
Ich fliege.
5.11.07 14:58





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